• Sprühende Lebensfreude trotz Energiesparen

Sprühende Lebensfreude trotz Energiesparen

18.07.2019 Albert Leiser

Gemäss der aktuellen 2000-Watt-Bilanz ist die Stadt Zürich etwas umweltfreundlicher geworden. Wesentlich dazu beigetragen haben die Hauseigentümer.

Durch die Verbrennung von Heizöl wird nur noch halb so viel CO2 verursacht wie 2012. Auch der Erdgasverbrauch ist zurückgegangen. Weniger grün sieht es beim Verkehr aus. Einem leichten Rückgang des Benzinverbrauchs steht eine tendenzielle Zunahme beim Diesel- und Kerosinverbrauch gegenüber. Es ist somit unwahrscheinlich, dass die Stadt ihr für 2020 gesetztes Ziel erreicht und noch viel unrealistischer erscheint das neueste Ziel, bis 2030 netto gar kein CO2 mehr auszustossen. 

Über die utopischen Forderungen von Rot-Grün den Kopf zu schütteln soll uns aber nicht daran hindern, unseren Beitrag dazu zu leisten, dass der CO2-Ausstoss im Wohnbereich weiter abnimmt. Tatsache ist halt nun einmal, dass ein grosser Teil der Gebäude energetisch nicht auf dem neuesten Stand sind und dass das Sparpotenzial - trotz der bisher von Hauseigentümerseite getätigten Investitionen – immer noch sehr gross ist. Ich wiederhole daher gerne, dass Vieles für energetische Baumassnahmen spricht und dass unsere Bauabteilung Sie diesbezüglich gerne berät. Im Gespräch ist derzeit zudem ein Fonds, der mit jährlich 50 Millionen Franken Hauseigentümer zum Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch solche mit erneuerbaren Energiequellen anregen soll. Ich wiederhole auch gerne, dass Information und Förderung der einzig richtige Weg sind und dass ich von Zwang oder Verboten in diesem Bereich nichts halte. 

Apropos Verbote: Zwar ist das Züri-Fäscht inzwischen Geschichte, die 2.5 Millionen Besucher werden sich aber mit Sicherheit noch lange daran erinnern – insbesondere an die traumhaften Feuerwerke. Als OK-Präsident aber nicht nur als solcher bin ich froh, dass in Zürich solche ekstatischen Licht- und Farborgien noch möglich sind. Alle paar Jahre muss es auch hier erlaubt sein, einige Tage lang alles Zwinglianische abzustreifen, nicht primär an den CO2–Fussabdruck zu denken und sich der puren Lebensfreude hinzugeben.